Warum die girocard Gift ist

Der gute Deutsche hat im Durchschnitt 107 Euro Baumwolle bei sich. Umfrage Dennoch werden immer mehr Zahlungen mit Karte vollzogen vorwiegend im Supermarkt. Die wenigsten Händler werden bei der wenigen Nachfrage und dem Fiskus ein Terminal hinstellen. Aber mit SumUpiZettle und VR-Pay kann man kostengünstig Zahlungen empfangen. Ganz unkompliziert und mit wenig Aufwand. Dennoch sind die Gebühren für viele im ersten Moment eine Abschreckung obwohl SumUp und iZettle keine monatlichen Gebühren oder einen Mindestumsatz haben.

Das Problem ist ja die extrem langsame Entwicklung der girocard. Erst nachdem girocard kontaktlos kam, wurde das Thema in Deutschland überhaupt Ernstgenomen. Leider ist die girocard eine alte, langsame Technik mit alten Systemen im Hintergrund, welche auch Mastercard und Visa Zahlungen verlangsamen. Man hat halt lieber erst mit Girogo sein Glück versucht seine Gebühren zu bekommen von den Händlern. Die gute alte Geldkarte mit NFC Chip. Dieser Standard ist langsam, veraltet und mehr als nur überholt. Dennoch wird er auch heute noch auf eigentlich allen girocard’s verbaut. Immerhin hat die Deutsche Bank für 2020 die Verabschiedung davon bekannt gegeben.

Die girocard könnte etwas Gutes geworden sein nach dem Standard der Niederlande PIN (betaalkaart). Diese wurde 2012 eingestampft und durch Maestro und V Pay ersetzt. Die Gebühren wurden sehr niedrig angesetzt und seither setzt sich Kartenzahlung durch. Aber die Händler welche ELV verwenden möchten rannten wohl wie die Irren zum Bundeskartellamt und setzten ELV auch im NFC Chip durch. Gibt ja schon erste Händler welche dies fleißig verwenden, der Kunde muss wieder darunter leiden welcher hinten mit seiner Cola und seiner Mastercard wartet. Gibt ja auch genug Fälle, wo man eine Unterschrift für eine mastercard oder Visa Zahlung verlangte, die Kassierer*innen nicht geschult wurden sowie jeder andere in der Filiale. ELV ist seither die Oma mit den Münzen an der Kasse.

Dann gibt es noch die Angstmach Beiträge von Galileo, BILD und Co. Jene Journalisten, wo man mit einem NFC-fähigen Android Smartphone die Kartendaten auslesen kann. Dazu muss man aber auch immer das Angriffsszenario nachvollziehen. Wenn jemand so nahe an die Karte kommt, kann er die Daten auch so auslesen. Da hilft nur CDCVM (Apple Pay, Google Pay oder HCE). Hier werden für jede Transaktion ein einmaliger Token verwenden und die Kartendaten sind nur für POS Zahlungen zugelassen. Eine EMV fähige Karte so zu erstellen ist durch die fehlenden Signaturen und Keys technisch unmöglich. Auch enthält der NFC Chip nicht die CVV2 welche die Daten somit bei den meisten Europäischen Händlern unbrauchbar macht und außerhalb des EWR greifen die Betrugserkennungen meist sehr gut. Die girocard muss aber wegen der Wettbewerbszentrale und den verrückten Händlern die IBAN im Klartext vorweisen. Diese wird zwar errechnet aus bestimmten Daten, muss aber nicht sehr schwer sein, wenn es diese armen Terminals mit den schwachen ARM CPU’s auch können. Und hier ist auch das Problem. Ich kenne nur die Fidor Bank welche SEPA Einstellungen vorweisen kann (Alles ablehnen, selektiv freischalten/sperren) und etwas wie bunq wo man es explizit akzeptieren muss gibt es hier auch bei N26 nicht. Also kann man mit der IBAN aus der Karte (Kartenleser und Karte vorausgesetzt) einkaufen gehen. Eine schlimme Technik, da auch die IBAN bei NFC also mit übertragen wird wohingehend mastercard, Visa, Amex, JCB und Dinners Club seit Einführung die Zahlungen mit EMV signierten Tokens durchführen.

Dann gibt es Banken welche Girokarten ausgeben, welche kein Co-Branding haben. Also V Pay oder Maestro auf einer weiteren Anwendung auf dem EMV Chip. Außerhalb der deutschen Grenzen kann man die Karte als liegen lassen. Je nach Region auch seine Co-Brand Karte je nach Co-Branding. Die meisten Filialbanken geben aber nur echte Kreditkarten und keine Debit Mastercard / Visa aus. Ist doch eh alles das selbe und der Deutsche zahlt ja am liebsten mit seiner Baumwolle oder Metal. Das wurde diesem Volk seitens der Banken so anerzogen und wird ihnen nur “geklaut” durch böse Gebühren der Automatenbetreiber, Mindestabnahmemengen am Automaten, weniger Automaten (abgesehen von Supermarktabhebungen). Möchte man dennoch mal im Urlaub mit seiner neue Kreditkarte von der Filialbank für eine nicht geringe zweistellige monatliche Gebühr verwenden mit Versicherungen welche man eh nicht benötigt, so zahlt man direkt Wechselgebühren drauf und Gebühren vom Automatenbetreiber. Aber nur “Bares ist Wahres” sagt man ja so schön und ein Souvenir hat man somit schon dabei. Den meisten ist es einfach unangenehm kleine Dinge mit der Karte zu zahlen weil sie denken dem Händler zu schaden.

Letztens gab einer der größten Direktbanken seine neue girocard raus. Diese hatte aber auch keine Auswahl nach (EU Verordnung 2015/751, Artikel 8.6) sondern bietet nur girocard und kein V Pay oder Maestro auf der NFC Schnittstelle. Ist halt Sparkassen Technik welche hier am werkeln ist und die Verifone Deuschland Terminals sollen damit Probleme haben. Hauptsache die gute GeldKarte ist noch vorhanden und wird weiter genutzt. Nun haben die beiden großen Direktbanken in Deutschland girocard kontaktlos mit allen vor und Nachteilen im Programm. Diese werden auf lange Sicht wie der Markt aktuell verlauten mag viel mehr Kunden bekommen.

Die Interessanteste Erkenntnis kommt aber von N26 welche seit Jahren diese Technik vermeidet. Gründe gibt es ja genug welche entgegen ihren damaligen Versprechungen sprechen. Die girocard bietet keine garantierte Push-Benachrichtigung an – vorallem bei ELV -, ist nicht live sperrbar da die KUNO Sperrdatei nur bei einer Polizelichen Anzeige möglich ist und die Offline-PIN kann nur am Automaten geändert werden. Letztere Gattung verschwindet langsam und bieten diese Funktionalität meistens nur im Ausland. Die PIN’s der DKB Karten sind z.B. gar nicht änderbar. Bei einer Debit Mastercard ist die PIN auf dem Chip bei der nächsten kontaktbehafteten Zahlung geändert. Die letzte Spezifikation verlautete, dass die PIN nur auf einem gesicherten PIN-Pad erfolgen darf bei der girocard, also einem Automaten der Bank. Dies ist ein Smartphone keineswegs, vor allem ein Android wo man root Erkennungen einfach umgehen kann.

Apple und Google Pay warten auch seit Jahren auf einen offiziellen Start in der großen Wirschaftsmacht mit dem Diesel. Doch wie soll dies gehen? Die V Pay und Maestro Co-Brandings sowie die girocard als ganzen enthalten keine online Funktionalität sonst wäre PayPal in diesem Land nicht so gut genutzt. Die Karte ist für die Nutzung am POS verdammt und somit online nur zur TAN generierung des eigenen bösen online Bankings zu gebrauchen… Die deutschen Banken werkeln gerade an der girocard mobile welche ENDLICH in 2018 auch Tokens verwendet. Wie es mit ELV aussieht will man scheinbar nicht verraten. Da sieht man also die Richtung welche man gedenkt sein System am Leben zu halten. Hier ist es aber so, dass es natürlich Apple und Google hindert an einem Rollout, da das höchste der Gefühle aktuell Maestro oder V Pay ist welches aber in diesem Land nicht überall akzeptiert ist. Apple will die Marge natürlich für sich behalten und kein ELV haben was dies umgeht. Die wenigsten VR Banken und Sparkassen bieten eine Debit Mastercard an welche auch Apple Pay Fähig wäre. Die große Hoffnung ist aktuell Google Pay mit PayPal und der comdirect. Oder bei der Verwendung der Mastercard Marke EC welches viele deutsche unter der girocard verstehen. Ja geht nun Maestro, oder doch nur girocard? Diese Frage wissen sogar viele Händler, Behörden, Fillialleiter auch nicht oder wo der Unterschied ist. Der Rollout der girocard kontaktlos verlief eher sehr leise, die meisten Kassenkräfte sagen “bitte stecken” und sind dann mehr als verwundert über die Zahlung mit einem Smartphone oder einer Uhr. Bei dem Bäcker um die Ecke liegt das Terminal immer sehr versteckt und das Logo ganz unten rechts am Glas. Seitens der Banken hätte man natürlich auch mehr für Trommelwirbel sorgen können aber die deutschen hatten wohl nach der BILD und Galileo Angstmache mehr Angst als vorher mit Karte zu zahlen.

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